Als ich noch ein kleiner Welpe war, unterhielt ich Dich oft mit meinen Mätzchen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich "Dein Kind" und trotz einer Anzahl von geklauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete", wurde ich Dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest Du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest Du Dich sofort erweichen lassen und rolltest mich auf die Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während Deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an Dich im Bett ganz nahe anschmiegte und Dir zuhörte, wie Du im Schlaf gesprochen hast und ich glaubte, dass das Lebern nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder

 

um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), wieder Zuhause hielt ich im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre im Wohnzimmerhinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis Du von der Arbeit nach Hause kamst.
Allmählich verbrachtest Du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest Du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Körper" finden zu können. Ich wartete immer geduldig